Randomly Common Skeles, Botto, GoldenNFT, Neonz, The Greats und Metawalls. Diese NFT-Kunstprojekte gaben im Oktober zu reden. Und sie werden auch in Zukunft ein Thema sein.

randomly common skeles - Einzigartige animierte Skelette von jjjjjjjohn

🤠🤓💋🍩🎾💀🌭❤ - randomly generated skeleton .gif by john karel. coding by objkt.com - https://objkt.com/asset/rcs/872107296215059928834433895029229405813130658266649832960235222111626342682

Zur Überraschung vieler präsentiere John Karel zu Halloween einen generativen Open-Edition-NFT-Drop: Randomly common skeles. Während 24 Stunden war das Verkaufsfenster geöffnet. In dieser Zeit haben mehr als 5’000 Personen über 37‘000 Objekte generiert. Jeder “skeles” ist animiert und einzigartig. Theoretisch hätten 10’000’000’000’000’000 unterschiedliche Skelett-Kreationen erstellt werden können. Der Verkaufspreis betrug 5 Tezos (zirka € 25), mittlerweile ist der Floor-Preis für ein Skelett schon doppelt so hoch.

John Karel ist vor allem unter dem Namen jjjjjjjjjjohn bekannt. Auf Tumblr veröffentlicht er seit Jahren zahlreiche Animationen. Auf der NFT-Plattform Hic et Nunc erzielt er mit seiner Fensterserie Höchstpreise, für “Window Still Life 038” - eine Einzeledition - 5’500 Tezos (zirka € 300’000). Als er “Windows Still Life 037” in einer hohen Auflage (727 Editionen) veröffentliche, dachte wohl niemand daran, dass dieses NFT für zwischenzeitlich 80 Tezos (zirka € 400) verkauft wird.

Die Preise für die Skelette werden sich mit Bestimmtheit hochschrauben. Ich erfreue mich an meiner Kombination - 🤠🤓💋🍩🎾💀🌭❤.


Botto – Künstliche Intelligenz macht Kunst  

Dank Künstlicher Intelligenz schafft Botto 350 Objekte pro Woche und präsentiert sie der Community zur Wahl. Stimmen aus der Community melden Botto, was als ästhetisch ansprechende Kunst betrachtet wird. Wer abstimmen will, muss im Besitz des Krypto-Token Botto sein. Die Stimmen werden als Feedback für den generativen Algorithmus von Botto verwendet. Einmal pro Woche versteigert Botto so 1 auserwähltes Kunstwerk auf der NFT Plattform SuperRare. Die Künstliche Intelligenz soll insgesamt während 52 Wochen 52 Kunstwerke erzeugen, welche zum Verkauf angeboten werden. 

Bisher wurden 2 Kreationen auf SuperRare angeboten. Beide wurden zu sehr stolzen Preisen verkauft: 79’21 Ether und 100 Ether (ungefähr € 400,00)

Mitinitiant von Botto ist der Künstler Mario Klingemann. Er meint. „Meine Utopie ist es, mit Botto so etwas wie ein universelles Grundeinkommen für alle zu schaffen, die an dieses Konzept glauben und in der Lage sind, einen kleineren oder größeren Anteil daran in Form von $BOTTO zu erwerben. Denn sobald man Anteile an Botto hat, macht die KI ja den Rest der Arbeit und ist, was die Unterhaltskosten betrifft, eher genügsam, so dass der Großteil der Einnahmen durch die Kunstverkäufe indirekt an seine Anteilhaber geht. Die Produktionsmittel sind also in diesem Fall nicht in den Händen weniger, sondern jeder kann daran teilhaben – muss dafür aber nicht mehr selber arbeiten.“

Botto soll aber nicht nur im Internet in Erscheinung treten. Im März 2022 ist eine erste Ausstellung der Botto-Bilder in der Colección SOLO in Madrid geplant.  


GoldenNFT – ein Haus für eine afghanische Familie

havewesucceededinbuyingthegoldenvisayet.gif von !MEDIENGRUPPE BITNIK - https://goldennft.art/de/nfts/6f7cd06c0a

GoldenNFT nennt sich das Projekt des Kunstkollektivs Peng. Mit dem Erlös von NFTs soll eine fünfköpfige Familie aus Afghanistan ein Haus in Portugal kaufen und so das Visumverfahren beginnen können. Die Personen kommen somit nicht als Geflüchtete, sondern als Investoren in die EU.

Am 20. Oktober 2021 war der Auftakt dieses Experimentes. Eine Sammlung von 5’555 NFTs wurde zum Einzelverkauf angeboten. Unter den Werken waren 16 Originale, unter anderem von Sibylle Berg, !Mediagroup! Bitnik, UBERMORGEN oder Yes Men.

Die übrigen 5’539 Werke waren Collectibles, die ein Skript auf Grundlage der Originale angefertigt hat. Der Verkauf der einzelnen Werke fand verdeckt statt.

Der Run auf die NFTs blieb aus, vielleicht auch weil der künstlerische Wert der einzelnen NFTs sehr unterschiedlich ist. Trotzdem, die Idee ist mutig und überzeugt. Auf jeden Fall konnten dank dem Verkauf bisher 24 Ether erwirtschaftet werden, was etwa 95’000 € entspricht.

Ich hoffe, dieses Geld reicht, um den Visa-Prozess zu starten. Ich wünsche der Familie schon jetzt eine gute Reise!

Übrigens: Ich bin ein glücklicher Gewinner eines Originals. Mein aufgedecktes GoldenNFT brachte das Glitched Video von Rui Major zum Vorschein.


 Neonz – bis bald im Metaverse

NEONZ #8499 by NEONZ - https://objkt.com/asset/neonz/8499

Neonz ist eine limitierte Sammlung von 10’000 einzigartigen Avataren auf der Tezos-Blockchain, die zufällig aus futuristischer Neon-Charakterkunst des Künstlers Sutu generiert wurden. Jeder generierte Avatar enthält handgezeichnete statische und animierte Kunst, die in der Cyberkultur verwurzelt ist.

Sutu ist ein Pionier der digitalen Kunst und Kultur. Im Laufe der Jahre hat er interaktive digitale Comics geschaffen. Er hat Virtual-Reality-Filme erstellt und zeigte sich für virtuelle Konzerte von The Weeknd, John Legend oder Jean-Michel Jarre verantwortlich. Auf der NFT-Plattform Hic et Nunc ist er erfolgreich mit der Serie «Hand Drawn Neos» unterwegs.

Neonz ist das erste Projekt des Sutuverse – das Metaverse von Sutu. Und hier liegt das Spannende für die Zukunft. Wer im Besitz eines Neonz ist, erhält bald Inhalte in Augmented Reality und Virtual Reality freigeschaltet.

Mir gehören 4 von 10'000 Neonz. Die einzelnen Neonz sind verschieden rar. Meine sind auf in der Raritäts-Rangliste auf den Positionen 2157, 3207, 7600 und 9705. Die seltensten Variationen von Neonz werden für 10’000 Tezos (zirka € 50’000) zum Verkauf angeboten. Der Startpreis der Neonz-Avatare betrug 20 Tezos (zirka € 100 Euro).


The Greats – Beltracchi malt und verkauft wieder

Wolfgang Beltracchi, der bekannte Maler und Kunstfälscher, ist wieder in den Schlagzeilen. Er wird von Galerien, Museen oder Auktionshäusern geschmäht. Die Blockchain aber kennt die gesetzbrechende Vergangenheit von Beltracchi nicht. Der NFT-Markt kommt wie gerufen.

Der Künstler reist auf „The Greats“ durch 7 verschiedene Epochen der Kunstgeschichte. Er schafft Gemälde mit der Figur von Salvator Mundi von Leonardo da Vinci. Diese vermischt er mit Stilen von Picasso, Van Gogh, Warhol oder Lichtenstein.

Zu kaufen gibt es aber nicht das Gemälde, sondern das Foto des Werks als jpg. Die Sammlung besteht aus insgesamt 4‘608 originalen digitalen Kunstwerken. Diese werden je NFT für mindestens 3 Ether verkauft. Die Käufer:innen können aber nicht ein gewünschtes Werk aussuchen, es wird ihnen sozusagen zugelost. Dies ist Teil des durchdachten Konzepts. Das Zufallsverfahren hat zur Folge, dass einige Käufer:innen ihr Bild weiterverkaufen oder ein zusätzliches erwerben wollen.

Bisher sind über 300 NFTs verkauft worden, was einem Umsatz von etwa 3 Millionen Euro entspricht. 4608 «Mundis» sind noch zu vergeben (Stand 6.11.2021).


Metawalls – von der Berliner Wall in die Wallet

Doin it cool for the East Side II aka 'Moneymachine' | Part 1 by Jim Avignon - https://metawalls.io/nfts/preview/145

Dank Banksy hat sich Streetart im Kunstmarkt etabliert. Doch Streetart ist vergänglich, oft auch illegal. Es sind nur wenige Kunstschaffende, die ihre Werke in einer Galerie präsentieren dürfen.

Metawalls bringt nun Spraykunst von der Berliner Mauer in die Blockchain. Ein hochauflösendes Bild eines Kunstwerks wird zerstückelt. Die Künstler:innen bestimmen Anzahl und Preise der Stücke.

Ebenso zukunftsorientiert ist die Tatsache, dass den Street Artists direkten Zugang im Metaversum eröffnet wird. Eine Galerie im Decentraland präsentiert die Werke. Und nicht irgendwo, sondern an bester Lage, im Kunstviertel Voltaire.

Der Start von Metawalls in geglückt. 125 NFTs von Jim Avignons wurden im Pre-Sale rasch verkauft. Am 9. November 2021 startet nun der offizielle Verkauf über Open Sea. Jim Avignon kündigte an, den Erlös an die Berliner Obdachlosenhilfe zu spenden.

Das Projekt kann Schule machen. Nicht nur in Berlin gibt es Streetart. Wände und Mauern in Bogota, Belfast oder Istanbul warten darauf, digitalisiert zu werden und als NFT in die Blockchain zu wanden.


Welche NFT Kunstprojekte sind dir im Oktober aufgefallen und noch in Erinnerung?

Experimentelle und kollaborative NFTs von Alexander Grasser

Wer sich für experimentelle und innovative NFTs interessiert, der ist auf der Plattform Hic et Nunc an der richtigen Adresse. Mit Alexander Grasser, freischaffender Architekt und Creative Coder ist ein CryptoArtist vertreten, der sich dem Thema “Collaborative Objects” intensiv widmet. Was versteht er hinter diesem Begriff?

https://www.hicetnunc.xyz/objkt/201850H=N Community BLOCK °06 by Alexander Grasser, 2021

https://www.hicetnunc.xyz/objkt/201850

H=N Community BLOCK °06 by Alexander Grasser, 2021

Alexander Grasser, mir scheint, dass in deinen Werken und Projekten oft das Thema der Kollaboration im Mittelpunkt steht. Wie wichtig ist dir die Zusammenarbeit und das Gemeinschaftliche?

Im Laufe meiner Arbeit die letzten 10 Jahre habe ich den Begriff ‘Collaborative Objects’ entwickelt, ein Konzept, bei dem ich betrachte, wie Objekte miteinander kollaborieren können bzw. wie wir Menschen damit interagieren und daraus ein komplexes System und tektonische Strukturen entstehen. Hierbei steht vor allem der Gedanke im Vordergrund: Architektur als offene Form zu denken und zu entwerfen, um eine vielfältige und individualisierte Architektur zu ermöglichen. Die von mir entwickelten offenen Plattformen, die Zusammenarbeit in Echtzeit zulassen, bieten hier ein optimale Entwurfsmethode, um Technologie und ‘Automation’ mit menschlicher ‘Variation durch Partizipation’ zu verbinden.

Ein Beispiel: Beim Projekt CollabWood wurde Digitale Partizipation in Echtzeit zum umgesetzt.

Bei deinen Objekten der Serie “H=N BLOCK” auf der NFT-Plattform Hic et Nunc ist eine Zusammenarbeit und Interaktion in Echtzeit möglich. Was steckt hinter dieser Idee? Wie lange hast du gebraucht für die Umsetzung dieses Projekts?

Durch einen spannenden Livestream von VerticalCrypto Art Ende März 2021, habe ich den experimentellen Spirit der Plattform Hic et Nunc entdeckt. Ich war sowohl von der künstlerischen Vielfalt sowie den vielen verschiedenen möglichen Upload-Formaten der NFTs begeistert und wusste sofort: Hier könnte es möglich sein, meine Arbeiten und Konzepte zu Collaborative Objects einem breiten Publikum zu zeigen. Als Researcher und Lehrender am Institut für Architektur und Medien, beschäftige ich mich die letzten 3 Jahre intensiv mit der Entwicklung verschiedener digitaler und partizipativen Entwurfsmethoden, welche ich gemeinsam mit Studierenden in Design Studios, sowie als Architekt gemeinsam mit meiner Partnerin Alexandra Parger in Architekturwettbewerben und Projekten, anwende. Auf Hic et Nunc, was ‘Hier und Jetzt’ bedeutet, habe ich mit ‘H=N BLOCK ein NFT ‘geminted’, dass meiner digitalen und partizipativen Entwurfsmethode mit Collaborative Objects entspricht. In Echtzeit können Besucher:innen, Künstler:innen und Sammler:innen gemeinsam offene Strukturen entwerfen, erkunden und kollaborieren, stets im ‘Hier und Jetzt’. Die Strukturen sind sichtbar solange Bersucher:innen online sind. Dieser temporäre Charakter erlaubt es mir innerhalb eines NFT: Einerseits ‘Events’ zu gestalten, wie ‘Community Design Sessions’; sowie kuratierten Content, wie von mir entworfene Strukturen für einen gewissen Zeitraum zur Besichtigung bereitzustellen. 

Du bist auf Hic et Nunc vertreten, welche sich wie keine andere NFT-Plattform für programmierbare und interaktive Werke eignet. Wie ist es dir seit deinem Start auf Hic et nunc im April 2021 bis jetzt ergangen? 

Dem experimentellen Charakter, der zu Beginn von Hic et Nunc eine Vielfalt von innovativen NFTs herausgebracht hat, habe ich von Beginn an versucht beizutragen. SVGs und HTML-Vorlagen, in denen Processing integriert ist,  wurden von der H=N Community auf Github zur Verfügung gestellt und waren die Grundlage für meine ersten 20 ‘Realtime OBJKT’-NFTs. Da ich schon seit 2009 Processing für generative Architektur-Entwürfe und Interaktive Ausstellungen verwendete, konnte ich hier spielerisch meine ersten NFTs gestalten. Mittlerweile erweitere ich meine NFT-Uploads mit Unity WebGL, Video- und Bild-Formaten, stets um die CryptoKunst bestmöglich zu präsentieren und Interaktion zu erweitern. Anfangs war vieles neu, Crypto Currencies, Wallets, NFTs und auch Twitter, aber ich habe mich recht schnell zurechtgefunden und es hat sehr viel Spaß gemacht, ständig neues zu lernen. Vor allem täglich auf Hic et Nunc und Twitter zeitgemässe Kunst zu beobachten ist eine Bereicherung. Mittlerweile bin ich schon sehr zufrieden mit meinen NFT ‘Creations’ und dankbar für jeden ‘Sale’, da es für mich immer noch nicht selbstverständlich, dass Künstler:innen und Sammler:innen meine NFTs kaufen.  

Kennst du die Personen, welche mit deinen Werken interagieren persönlich? Wie steht es mit deinen Collectors? 

Da der Großteil meiner Kommunikation über Twitter läuft, habe ich ab und zu direkten Kontakt zu Collectors und interessierten Twitter-Usern. Aber vor allem seit H=N BLOCK ist es besonders interessant, da ich stets mitverfolgen kann, wer momentan online auf H=N BLOCK interagiert, erforscht und kollaboriert. Ich sehe jeweils die Wallet-Adressen und bin sehr oft erstaunt und erfreut, wenn ich sehe, wer gerade H=N BLOCK besucht hat. Als Anerkennung für die Teilnahme an den ersten 6 ‘Community BLOCKS’ habe ich NFTs zur Dokumentation gestaltet, auf Hic et Nunc geladen und an die Besucher:innen der jeweiligen Community BLOCKs per Air-Drop geschickt.   

Du bist auch als Sammler unterwegs. Zumindest sind viele Objekte in deiner Collection vorzufinden. Welche Art von Kunst bevorzugst du?

Aus Spaß an der Freude hatte ich nach meinen ersten Sales begonnen, ein paar NFTs zu sammeln und genieße sie seit dem täglich auf meinem zweiten Bildschirm im Loop. Generative, interaktive, innovative, spielerische, humorvolle und Vintage-Software-NFTs finde ich besonders spannend.

Wie geht deine Reise auf Hic et Nunc (oder auch anderen NFT-Plattformen) weiter? Hast du konkrete Projekte? Haben Blockchain und NFT deine Arbeiten verändert?

Als Architekt und Lehrender an der Universität ist mir durchaus der verantwortungsvolle Umgang mit unserer Umwelt ein Anliegen. Momentan scheint mir unter den Blockchain und Kryptowährungen, Hic et Nunc und Tezos als #CleanNFT die einzig vertretbare NFT Plattform zu sein.

Unter dem Thema der Collaborative Objects habe ich demnächst weiter sehr viele Projekte und Publikationen geplant, die ich in Architekturprojekten, im Research, in der Lehre sowie als CryptoArt auf Hic et Nunc entwickeln werde. Generell sehe ich ein sehr großes Potential für Anwendungen hin zu Physical NFTs, mit ersten Proof of Concept-Projekten, bis hin zu Anwendungen in der Architektur. 

grasser_alexander.width-800.jpg

Alexander Grasser ist Universitätsassistent am Institut für Architektur und Medien an der TU Graz, freischaffender Architekt und Creative Coder bzw. Crypto Artist. Er hat Architektur an der TU Wien und Uni Innsbruck studiert, in internationalen Architekturbüros in Berlin, Wien und Shanghai praktiziert und arbeitet momentan an seinem PHD zum Thema “Towards an Open Architecture of Collaborative Objects”.  

Einige Projekte und künstlerische Arbeiten wurden bei internationalen Wettbewerben ausgezeichnet, in Fachzeitschriften publiziert sowie ausgestellt in Berlin, Graz, Wien, München, Frankfurt, Madrid, Porto, Washington DC und Texas.

www.alexandergrasser.com 

Der NFT-Kunstmonat Juli im Rückblick - von Katzen, Auberginen und Punkten

NFT is dead, war vereinzelt zu hören und zu lesen. Die nachfolgenden Nachrichten im Juli beweisen, dass dies nicht der Fall ist. NFT-Plattformen finanzieren sich neu, kreative Objekte erobern pausenlos den Markt.

Bekiffte Kätzchen

Etwas mehr als 10'000 Objekte gab es beim Projekt Stoner Cats zu erwerben. Zu einem Preis von je 0,35 Ether gab es bei OpenSea ein NFT einer etwas bedämmerten Katze zu erstehen. Wer ein NFT kaufte, bekam ebenso Zugang zur Animationsserie. Die NFT-Katzen waren nach einer halben Stunde bereits ausverkauft. Der Ansturm auf die NFTs hat die Gas-Preise auf Ethereum zwischenzeitlich massiv erhöht. Fast logisch, dass nun die Preise für die NFT-Katzen höher sind als zu Beginn. Einige Stoner Cats werden jetzt für US$ 249.669.999.999.997.500,00 angeboten…


Auberginen aLS Zeichen des Widerstands

Ende Juni wurde die NFT-Plattform Hic et Nunc Opfer eines Hackerangriffs. Aus Sicherheitsgründen war es danach für einige Tage nicht möglich, neue Objekte zu minten oder zu kaufen/verkaufen. Da ein neuer Smart Contract installiert werden musste, waren die Creators gezwungen, ihre bisherigen Objekte zu annulieren und auf dem neuen Contract wieder zu minten.

Auf Discord meldete sich der “Exploiter” zu Wort und meinte, er hasse billige Kunst und Auberginen. Die HEN-Community rächte sich, indem sie viele NFTs mit Auberginen als Inhalt auf die Plattform stellte. Unter dem Hashtag #AUBJKT4AUBKT wurden unter den Kunstschaffenden beachtlich viele Objkts kreiert und geteilt.

Aufgrund der temporären Krise von Hic et Nunc verzeichnete die Plattform objkt.com grossen Zulauf. Diese Website ermöglicht Auktionen von NFTs auf Tezos.


Welchen Hirst hättens denn gern? Ein physisches oder digitales Kunstwerk?

Der britische Künstler Damien Hirst spielt einmal mehr mit der Kunst und dem Kunstmarkt. Bei dem Projekt “The Currency” wurden 10'000 einzigartige Kunstwerke mit bunten Punkten im Wert von US$ 2'000 als NFT produziert. Jedes NFT ist gleichwertig mit einem Orginaldruck auf Papier. Die Sammler können sich nun entscheiden. Behalten Sie das NFT? Wenn nein, bekommen sie das physische Werk, das digitale Werk wird dafür zerstört. Wann ja, verzichten sie auf den Anspruch auf das Papierwerk.


Das machte im Juli 2021 sonst noch Schlagzeilen


Artikel verfasst von Jürg Kobel, 4. August 2021